BAUERNHOF SALAJNA - Familienpension - Unterkunft am Bauernhof

BAUERNHOF SALAJNA - Familienpension - Unterkunft am Bauernhof in Westböhmen

Wie es war …

Bauernhof, Salajna (Konradsgrün) - Bild aus dem Jahr - Qelle: www.portafontium.cz Bauernhof, Salajna (Konradsgrün), Qelle: www.portafontium.cz BAUERNHOF SALAJNA - Vergangenheit - Bild aus dem Jahr 1963 BAUERNHOF SALAJNA - Vergangenheit - Bild aus dem Jahr 1963 BAUERNHOF SALAJNA - Vergangenheit - Bild aus dem Jahr 1975

Das Dorf Salajna

(ursprünglich Konradsgrün) wurde zur Zeit des hochmittelalterlichen Landesausbaus des Egerlandes um 1290 gegründet. In den historischen Quellen wird als Besitzer Konrad Paulsdorfer von Tennesberg angeführt. Im Jahre 1305 überließ er die hiesige Vogtei den deutschen Rittern in Eger (Cheb) und im Jahre 1308 schenkte er den Zehnt von zehn Höfen dem Waldsassener Stift. Später sorgte Familie Junckher aus Eger für die Zehnterhebung.

Konradsgrün war bis 1848 hörige Gemeinde der Stadt Eger und die Ansässigen mussten bis 1871 mit Zuggespann und Fuhrwerk 57 Tage im Jahr für Eger fronen. Bereits 1712 wurde in den Wäldern zwischen Konradsgrün, Losau (Katany) und Palitz (Palič) mit Eisenerzförderung begonnen. Noch Anfang des 20. Jahrhunderts waren Bergbauspuren in den umliegenden Wäldern zu erkennen.

Der Bauernhof Salajna

Hausnummer 12 stammt aus dem Jahre 1802 (siehe Titelbild). Als typisches landwirtschaftliches Anwesen diente er der Viehzucht. Alle ursprünglichen Besitzer waren deutscher Nationalität. Nach dem 2. Weltkrieg wurden die letzten schriftlich vermerkten Besitzer vertrieben. Es war die Familie Waidhas.

Nach 1945 verfiel der Bauernhof allmählich. Seine neuen Besitzern, die das Gut im Grenzland als Neusiedler bewohnten, verließen es sehr früh, im Laufe der fünfziger Jahre. Danach übernahm das Anwesen die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft in ihre „Pflege“. In den 80. und 90. Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde der Bauernhof fast vollständig zerstört, als zwei Holzbauten – der Schuppen und die Scheune – vernichtet wurden. Die zwei gemauerten Gebäuden wurden zurückgelassen und verfielen. Der Bauernhof, der dank seinem außergewöhnlichen architektonischen Wert im Jahre 1958 als Kulturdenkmal eingetragen wurde, geriet Anfang des 21. Jahrhunderts wegen seines nahezu trostlos baufälligen Zustands auf die Liste der meist gefährdeten unbeweglichen Denkmäler im Karlsbader Kreis.

… und wie es ist

BAUERNHOF SALAJNA - Vergangenheit - Bild aus dem Jahr 2004 BAUERNHOF SALAJNA - Gegenwart BAUERNHOF SALAJNA - Vergangenheit - Bild aus dem Jahr 2004 BAUERNHOF SALAJNA - Gegenwart

Bauernhof

Im Jahre 2004 kauften wir im Rahmen einer Auktion den völlig baufälligen Bauernhof für einen niedrigen Preis, der seinem leider trostlosen Zustand entsprach. In den ersten Jahren nach dem Kauf der Liegenschaft versuchten wir zuallererst die Denkmalsubstanz des Objektes (Fachwerkgiebel, Pawlatsche/Hausgang u.ä.) zu retten. Finanziell unterstützt wurden wir dabei vom tschechischen Kulturministerium und Karlsbader Kreis.

Nach einigen Instandsetzungsjahren schied das Anwesen aus der Liste der meist gefährdeten unbeweglichen Denkmälern aus und wir entschlossen uns den Bauernhof zu einer Pension umzugestalten. Seit 2008 arbeiten wir intensiv an der Verwirklichung dieses Projektvorhabens unter finanzieller Unterstützung aus den Mitteln der Europäischen Union.

Der Bauernhof ist seit 1958 auf der Zentralen Denkmalliste der Tschechischen Republik unter der Evidenznummer 15551/4-85 zu finden.

Als Pension wurde der Bauernhof im April 2014 in Betrieb genommen.

Die Gemeinde Salajna

ist ein einzigartig erhaltenes Komplex der Egerländer Volksarchitektur. Im Dorf steht eine einmalige Anzahl an geschlossenen Höfen (sog. Frankenhöfen) mit Fachwerkbauten, neun davon wurden zur Kulturdenkmälern erklärt. An einzelne Anwesen knüpften breite und lange Streifen von Ackerland an, um die Zucht von großen Viehherden zu ermöglichen. Diese Gemeindegliederung blieb bis heute erhalten. Das sog. Taldorf erstreckt sich in der Gesamtlänge von 2 km im malerischen Tal des Baches Šitboř. Im Jahr 2004 wurde die Gemeinde zur Dorfdenkmalschutzzone erklärt.

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